„Heftig zu erleben, was in so Fundikreisen abgeht, wenn die schon tagelang aufgewĂ€rmt sind…“
Vom 26.04. bis zum 29.04.2026 fand zum dritten Mal der sog. Freiheit-Kongress im christlichen GÀstezentrum Schönblick statt.
In Teil 1 unserer Beitragsreihe zum Kongress haben wir vor allem den ersten Tag besprochen. In diesem Teil geht es um die weiteren Tage, ĂŒber die uns unsere Beobachter*innen vor Ort berichteten.
Aber zuerst machen wir einen Schritt zurĂŒck:
Was ist eigentlich das Haus Schönblick?
Das Haus Schönblick â Christliches GĂ€stezentrum WĂŒrttemberg gilt als das gröĂte christliche GĂ€stezentrum in Deutschland.
Es beherbergt eine evangelische Gemeinde, das historische GÀstehaus und das Kongresszentrum Forum, eine christliche Musikschule, ein Alten- und Pflegeheim und eine Seniorenwohnanlage sowie ein Café.
Das Haus Schönblick gilt als Zentrum des schwĂ€bischen Altpietismus, einer der gröĂten evangelischen Strömungen in Baden-WĂŒrttemberg. TrĂ€ger des Schönblick ist âDie Apis. Evangelischer Gemeinschaftsverband WĂŒrttemberg e.V.â.
Pietismus in WĂŒrttemberg
Der Pietismus entstand im 17. Jahrhundert als Bewegung zur Vollendung der Reformation. Der Pietismus betont die Bedeutung der Bibel und eines lebendigen Glaubens, der zu einer innerlichen Wiedergeburt des Menschen fĂŒhren und Alltag und Leben prĂ€gen soll.
In WĂŒrttemberg erlangte der Pietismus als Frömmigkeitsbewegung eine besondere Bedeutung und hatte erheblichen Einfluss auf die dortige Gesellschaft. Eine wichtige Rolle spielten zum Beispiel frĂŒhe Mobilisierungen gegen das Rauchen und Trinken, gegen vermeintlich dekadente Kleidungsstile oder gegen VergnĂŒgungen wie Tanz oder Kartenspiel. Besonders der SpĂ€tpietismus profilierte sich in der Spannung zur AufklĂ€rung.
Im spĂ€ten 19. Jahrhundert gewannen EinflĂŒsse aus den evangelikalen Strömungen im angelsĂ€chsischen Bereich zunehmend an Bedeutung, etwa der Heiligungs- oder der Erweckungsbewegung. Der Pietismus importierte so teils Ideen wie die einer göttlichen Inspiration der Bibel, der Geisttaufe oder des Zungenredens.
Die Apis, der Schönblick & die Aktion Hoffnungsland
1857 schlossen sich Christ*innen aus verschiedenen evangelischen Gemeinschaftskreisen in WĂŒrttemberg zum Altpietistischen Gemeinschaftsverband e.V. zusammen.
Der Altpietismus unterstĂŒtzte zwar die biblizistischen Tendenzen. Er definierte sich zunĂ€chst jedoch in der Abgrenzung von charismatischen und emotional orientierte AnsĂ€tze, die man als SchwĂ€rmerei ansah. Nach und nach öffnete man sich dennoch fĂŒr bestimmte charismatische Entwicklungen, wie die Lobpreis-Musik und einer allgemein stĂ€rker erlebnis-orientierten Gottesdienstkultur.
Die Aktion Hoffnungsland gGmbH bĂŒndelt als Bildungs- und Sozialwerk seit 2018 die zahlreichen diakonischen Initiativen der Apis und gehörte ebenfalls zu den Veranstaltenden des Freiheit-Kongresses.
Bis heute prĂ€gt der âschwĂ€bische Pietismusâ die evangelische Landeskirche WĂŒrttemberg. In der Evangelischen Landeskirche ist vor allem die Lebendige Gemeinde – die heute als Lebendige Gemeinde.ChristusBewegung in WĂŒrttemberg e.V. auftritt – stark pietistisch geprĂ€gt. Sie schlĂ€gt aber auch BrĂŒcken zu anderen konservativen, charismatischen und evangelikalen Strömungen. Neben der Offenen Kirche stellt sie den gröĂten GesprĂ€chskreis (Ă€hnlich einer Fraktion) in der demokratisch gewĂ€hlten Landessynode. Die Lebendige Gemeinde vertritt in kirchen- und gesellschaftspolitischen Fragen hĂ€ufig konservative bis kulturkĂ€mpferische Positionen und orientiert sich darin an Mobilisierungen des christlichen Nationalismus in den USA.
Neben dem auf vorgeblich auf Menschenhandel fokussierten Freiheit-Kongress, gibt es mit dem Leben.WĂŒrde Kongress einen Kongress der sogenannten Lebensschutzbewegung, den MUT-Kongress der Christen in der Wirtschaft, den Kongress Christenverfolgung heute und den Israelkongress.
FĂŒr den nĂ€chsten Kongress gegen Christenverfolgung sind auch Vertreter der Alliance Defending Freedom (ADF) angekĂŒndigt, einer christlich-nationalistischen, antifeministischen und queerfeindlichen Anwalts-Lobby-Organisation, die eine tragende Rolle fĂŒr die strategische ProzessfĂŒhrung der MAGA-Bewegung spielt. Das European Parliamentary Forum for Sexual & Reproductive Rights ordnet die Organisation als religiös extremistisch ein und warnt vor ihrem zunehmenden Einfluss in Europa.
Auf dem letzten MUT-Kongress wurde das sogenannte 7-Mountain-Mandate diskutiert, eine herrschaftstheologische Prophezeiung, die sich auf die Johannesapokalypse bezieht und die bevorstehende Dominierung jedes Teilbereichs der Gesellschaft durch das Christentum verkĂŒndigt.
Der Israelkongress fokussiert sich traditionell auf die Missionierung von JĂŒd*innen im Kontext der Endzeit und auf die auĂenpolitische UnterstĂŒtzung der israelischen Kriegspolitik.
Mit dem SCHĂ-Festival und Worship Generations existiert auch ein kĂŒnstlerisch-kulturelles Programm.
Und damit zurĂŒck zum Freiheit-Kongress:
Psycholog*innen, Sozialarbeiter*innen und die Gefahren des Okkulten:
Die oberflÀchliche SeriositÀt, die den ersten Tag des Kongresses noch in AnsÀtzen prÀgte, verfliegt in den Folgetagen schnell.
Tabea Freitag (return â Fachstelle fĂŒr Mediensucht)
Tabea Freitag spricht fĂŒr return, einer sogenannten Fachstelle fĂŒr Mediensucht. Mit ihrer BroschĂŒre Fit for Love: Lehrmaterial fĂŒr die PrĂ€vention von Pornokonsum und sexueller Gewalt, die sie auf dem Kongress prĂ€sentiert, ist sie in der aufsuchenden Schulsozialarbeit tĂ€tig.
Die BroschĂŒre hatte sie bereits 2024 auf dem Symposium der Demo fĂŒr Alle: Kinder im Visier von Porno, Trans und Co. in Stuttgart vorgestellt. Das von CitizenGo geförderte Symposium war geprĂ€gt von der VerschwörungserzĂ€hlung einer planmĂ€Ăigen PĂ€dophilisierung der Gesellschaft als Teil derer auch Pornografie zu verstehen wĂ€re.
Auf FundiWatch-Anfrage, ob Freitag mit der Kontextualisierung ihres Vortrags auf dem Symposium bei der Demo fĂŒr Alle in den Kontext einer planmĂ€Ăigen PĂ€dophilisierung der Gesellschaft einverstanden ist, antwortet sie barsch und unterstellt uns eine „trickreiche Frage“, da der Begriff „PĂ€dophilisierung“ nach „entsprechender Internetrecherche“ gar nicht existiere. Weiter teilt Freitag mit:
„Ich bitte um VerstĂ€ndnis, dass all diese offenen Fragen mich nicht ermutigen, Ihre seltsame, trickreiche Frage zu beantworten. Ich habe allen Grund, die SeriositĂ€t Ihrer Motive in Frage zu stellen.Â
Ich bin ausschlieĂlich verantwortlich fĂŒr die Inhalte meiner VortrĂ€ge, nicht fĂŒr PresseerklĂ€rungen u.d.g. von Veranstaltern. Ich sehe von daher keinerlei Veranlassung, mich zu Ihrem Framing(!) von Einladung, PresseerklĂ€rung o.Ă€. Dritter zu Ă€uĂern.“
In SchwĂ€bisch GmĂŒnd prĂ€sentiert Freitag neben einigen Folien zu ihrer BroschĂŒre, wie uns unsere Beobachter*innen berichteten, obskure Folien ĂŒber âGolemsâ, âEkelzeugsâ, âDigitale Deportationâ, âEgosexâ, âInstantbefriedigungâ, âTotale Unterwerfung und Kontrolleâ (reprĂ€sentiert durch das âKetzerhalsbandâ, auch als Choker bekannt), die âdunkle Triadeâ und die âPornotopiaâ garniert mit Zitaten von Che Guevara und eines HolocaustĂŒberlebenden.
Auch wenn viele Ideen unklar bleiben: Die Botschaft, Pornografie ist böse, bleibt hĂ€ngen. Pornografie diene âTĂ€tern, Narzissten, Machiavellisten, Sadisten und Psychopathenâ.
Anna Schreiber (Psychotherapeutin)
Vermeintlich psychologisch informiert geht es weiter. Anna Schreiber, eine Psychotherapeutin aus Karlsruhe spricht ĂŒber ihren âheiligen Wegâ des Ausstiegs aus der âProstitutionâ und ĂŒber Möglichkeiten Frauen zu ârettenâ und ihr Schweigen zu brechen.
Die zentrale These von Schreibers Vortragslautet: âEs gibt keine Prostitution ohne Dissoziation.â Freiwilligkeit existiere nur als Mythos oder Illusion. Wenn jemand glaubt in der Sexarbeit freiwillig tĂ€tig zu sein, habe man es vermutlich mit einem âTĂ€ter-Introjektâ zu tun: Einer inneren Stimme also, die sich die Rechtfertigungen und Beschimpfungen böswilliger Profiteure angeeignet habe, um Konfliktsituationen zu navigieren. Eigentlich sprĂ€che hier nicht eine Sexarbeiter*in ĂŒber ihre Erfahrung, sondern TĂ€ter ĂŒber den Körper eines Opfers, das die Kontrolle ĂŒber sich selbst verloren hat.
In der Diskussion wird noch breit ĂŒber die âkuriosen SexualitĂ€tenâ diskutiert, die Aussteiger*innen entwickeln wĂŒrden, um ihre schlechten Erfahrungen mit MĂ€nnern zu bewĂ€ltigen und was man als Sozialarbeiter*in dagegen tun könnte.
FĂŒr Schreibers Vortrag gibt es  schallende Standing Ovations.
Die Stimmung âsteigtââŠ
âHeftig zu erleben, was in so Fundikreisen abgeht, wenn die schon tagelang aufgewĂ€rmt sind und sich gut gegenseitig reinsteigern…“
…so schildert es unsere Beobachter*in.
Um zu verstehen was hier passiert, hilft die Analyse-Kategorie der epistemischen Ungerechtigkeit weiter: Der Gedanke stammt aus der feministischen Philosophie und beschreibt Situationen, in denen es Personen unmöglich gemacht wird mit ihren Problemen und BedĂŒrfnissen, gehört und verstanden zu werden.
Schreibers psychologisches Framework stellt ein Beispiel fĂŒr epistemische Ungerechtigkeit dar, weil jede ĂuĂerung einer Sexarbeiter*in, die Schreibers theoretischen Modell widerspricht zu einer OberflĂ€chlichkeit oder Illusion erklĂ€rt werden kann, hinter der sich die Wahrheit, die nur die Psychologin kennt, verbirgt. FĂŒr Leute, die Schreibers Framework ernst nehmen, wirkt es suggestiv. Die Erfahrungen der Personen, die ihm nicht folgen macht es unsichtbar.
Besonders perfide ist dabei der Gegensatz von Schweigen und Sprechen. Jede Sexarbeiter*in, die sich kontrĂ€r zu Schreibers Thesen Ă€uĂert, âschweigeâ demzufolge im Grunde noch, wĂ€hrend nur die auf dem âheiligen Wegâ Gerettete wirklich ihr Schweigen breche. In der Wirkung diskrediert Schreiber so ihr nicht genehme ĂuĂerungen von Sexarbeitenden.
Ăber Schreibers Absicht können wir nur spekulieren, doch es liegt nahe, dass Sexarbeiter*innen solche Werturteile ĂŒber ihre Erfahrungen einschĂŒchtern und verstummen lassen könnten.
Und dann: Ein Wunder!
Gegen Ende des Vortrags betritt dann eine Person die BĂŒhne, die sich als Opfer ritueller organisierter Gewalt vorstellt.
Sie erklĂ€rt, dass sie nach dem Abschluss-Gottesdienst des letzten Kongresses zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder auf eigenen Beinen die Stufen zur BĂŒhne erklimmen und auf ihren Rollstuhl verzichten konnte (mehr dazu auch noch – in KĂŒrze! – in Teil 3 unserer Serie).
Die Person berichtet ĂŒber âhöllischeâ Erfahrungen mit ihrer Familie, Ărzten und einem âKultâ und dankt fĂŒr die Arbeit der Vereine CARA und Mission Freedom zu ritueller Gewalt.
Die Grenze zwischen dem Erfahrungsbericht einer Gewaltbetroffenen und einem Zeugnis im religiösen Sinne verschwimmt.
Exorzismen und DĂ€monen – Workshop CARA e.V.
In dem spĂ€ter folgenden Workshop von CARA e.V. (CARA steht fĂŒr „Care Aout Ritual Abuse“) geht es mit genau diesen Themen weiter.
Was bei Schreiber noch als vage psychoanalytische Kategorie (TÀter-Introjekt) vorkommt, wird dort erheblich zugespitzt und auch offener religiös interpretiert. Plötzlich ist, wie sich unsere Beobachter*in erinnert, auch die Rede von der Besessenheit durch DÀmonen und der Bedeutung von Exorzismen.
Der Schweizer Verein CARA steht insbesondere seit einer Investigativ-Recherche des SRF schon seit lÀngerem in der Kritik, VerschwörungserzÀhlungen zu verbreiten und in die Therapie und Sozialarbeit zu tragen.
Eine Anfrage an CARA mit Bitte um Stellungnahme zu dem Workshop blieb bis zur Veröffentlichung dieses Beitrags unbeantwortet.
Ein Skandal muss drauĂen bleiben: Verdacht auf KindeswohlgefĂ€hrdung bei Mission Freedom-Einrichtung ist kein Thema
Auch Mission Freedom e.V. â ebenfalls Mitveranstalter des Kongresses â steht in der Kritik.
Erst am Freitag vor dem Kongress wurde bekannt, dass wenige Wochen zuvor im Haus SeeNest von Mission Freedom im AllgĂ€u, alle sechs der dort untergebrachten Kinder vom Jugendamt in Obhut genommen wurden. Als Grund fĂŒhren die Behörden kindeswohlgefĂ€hrdende Erziehungsmethoden und einen unangemessenen Umgang mit freiheitsbeschrĂ€nkenden MaĂnahmen an. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaften Ermittlungen wegen des Verdachts der Misshandlung Schutzbefohlener eingeleitet.
Die Ereignisse waren vermutlich der Grund, warum Gaby Wentland â GrĂŒnderin und Vorsitzende von Mission Freedom â bei dem Eröffnungsvortrag nicht wie geplant auf dem Podium auftrat. Sie saĂ im Publikum.
Einige Tage nach dem Kongress wurde bekannt, dass Gaby Wentland ihre VorstandstÀtigkeit beim Mitveranstalter des Kongresses ggmh vor dem Hintergrund der VorgÀnge im Haus SeeNest vorlÀufig ruhen lasse.
Die VorfÀlle im Haus SeeNest blieben auf dem Freiheit-Kongress selbst hingegen unerwÀhnt.
Blinder Fleck
Eine VorfĂŒhrung und Diskussion des Films âBlinder Fleckâ von Liz Wieskerstrauch wurde hingegen offenbar wie geplant von Inga Gerckens moderiert.
Gerckens ist ebenfalls fĂŒr Mission Freedom tĂ€tig und GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Mission-Freedom-Tochtergesellschaft HimmelsstĂŒrmer Deutschland gGmbH, die das Haus SeeNest betreibt.
Die Zeit ging in einem Artikel (Paywall) der Geschichte eines offenbar auch im Film erwĂ€hnten Falls eines angeblich von ritueller Gewalt betroffenen MĂ€dchens nach. Schon vorher hatte u.a. die Zeit zu dem Fall und der sich letztlich als unwahr herausgestellten Geschichte recherchiert. In dem Artikel ging die Zeit einer Spur nach, wonach Angehörige kurzzeitig fĂŒrchteten, ihre Mutter wolle das MĂ€dchen im Haus SeeNest im AllgĂ€u unterbringen. BestĂ€tigen lies sich das nicht. Betrachtet man die Liste der Förderer des ĂŒber Crowdfundig finanzierten Films findet man jedoch eine Reihe von Namen aus den Kreisen von ggmh und Teilnehmenden des Freiheit-Kongress.
Der Zeit-Artikel war zwischenzeitlich offline. Unter dem Artikel findet sich nun ein Hinweis auf eine rechtliche Auseinandersetzung, weswegen gewisse biographische Angaben zu dem MĂ€dchen entfernt worden seien.
âBetroffenenschutzâ durch Hausverbot?
Obwohl solchen hochgradig kontroversen Organisationen beim Kongress eine BĂŒhne geboten wird, wurde die Absage fĂŒr die Teilnahme am Kongress und ein Hausverbot, die einem Mitglied von FundiWatch erteilt wurden mit dem Betroffenenschutz begrĂŒndet.
In der betreffenden Absage-Mail nebst durch die Kongressleitung ausgesprochenen Hausverbot heiĂt es:
„Die AufklĂ€rung und den Schutz vor geistlichem Missbrauch sehen wir uns ebenso verpflichtet wie dem Schutz vor sexueller Gewalt. Betroffenen aller Gewaltformen wollen wir einen geschĂŒtzten Rahmen bieten. Dies gilt ausdrĂŒcklich auch fĂŒr Betroffene von ritueller und organisierter Gewalt. Gerade diese Menschen erleben immer wieder, dass ihre Erfahrungen infrage gestellt oder relativiert werden. Umso wichtiger ist es uns, auch ihnen einen Rahmen zu bieten, in dem sie sich sicher fĂŒhlen und offen sprechen können.
Diesem besonderen Schutzauftrag fĂŒhlen wir uns bei dieser Veranstaltung in besonderer Weise verpflichtet.“
Betroffenenschutz wird so instrumentalisiert, um VerschwörungserzĂ€hlungen zu legitimieren und um so manche Organisation zu schĂŒtzen, die ihre Klient*innen nachweislich gefĂ€hrdet.
Der Kongress bietet radikalen und fundamentalistischen KrÀften einen Anschein der SeriositÀt und einen Zugang zu Politik und zivilgesellschaftlichen Institutionen. Wenn man vor Ort ist verfliegt dieser Anschein schnell.
Teil 3: Der Kongress 2024 und was seither geschah
In unserem dritten Teil zum Freiheit-Kongress gehen wir nÀher auf den letzten Kongress im Jahr 2024 ein und welche KontinuitÀten wir beobachten.
Damals gab es FundiWatch noch nicht. Ein heutiges GrĂŒndungsmitglied war jedoch vor Ort und schildert in Teil 3 (erscheint in KĂŒrze!) seine damaligen EindrĂŒcke und KontinuitĂ€ten zum diesjĂ€hrigen Freiheit-Kongress. Dabei wird es auch um die UnterstĂŒtzung des Kongresses durch mehrere Politiker*innen gehen.
Edit (18.07.2026): Vor Teil 3 waren wir ĂŒbrigens in „Teil 2 1/2“ noch mit beim Podcast âQueerocracy Now!â, in dem wir mit eine*r unsere*r Beobachter*innen vor Ort ĂŒber den Kongress berichten. Mehr dazu hier!
