Update: In die Vorgänge im Haus SeeNest hat sich nun auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet

29 Polizeieinsätze, Hilferufe aus dem Heim…

Nach unserem Bericht über Inobhutnahmen im Kinderheim Haus SeeNest im Allgäu kommen immer mehr Details zu Tage. Mehrere Medien haben den Fall zwischenzeitlich aufgegriffen.

Nun ermittelt auch die Staatsanwaltschaft. Gaby Wentland, Vorsitzende von Mission Freedom, lässt ihre Vorstandstätigkeit im Netzwerkverein Gemeinsam gegen Menschenhandel vorerst ruhen.

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Immer mehr Details werden bekannt

Nach unserem Bericht haben nun auch die Süddeutsche Zeitung, die taz und der BR den Fall den Fall aufgegriffen.

Das Haus SeeNest wird von der Himmelsstürmer Deutschland gGmbH – eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des seit Langem umstrittenen christlich-fundamentalistischen Vereins Mission Freedom – betrieben. Auf seiner Homepage beschreibt Mission Freedom die Einrichtung als Standort einer „spezialisierten Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung“ für „minderjährige Betroffene von sexueller Ausbeutung“.

Im Erwachsenenbereich betreibt Mission Freedom „Schutzhäuser“ in Frankfurt und Hamburg.

Unangemessener Umgang mit freiheitsbeschränkenden Maßnahmen

Die taz erfuhr, dass es sich bei den zunächst allgemein als „kindeswohlgefährdende Erziehungsmethoden“ beschriebenen Gründen der behördlichen Maßnahmen um einen unangemessenen Umgang mit freiheitsbeschränkenden Maßnahmen handeln soll.

Zudem wird in dem Artikel auf frühere taz-Recherchen vor gut zehn Jahren verwiesen. Demnach durften von Mission Freedom betreute Frauen vermeintlich keine weltliche Musik mehr hören, mussten ihr Handy abgeben und durften nicht ohne Begleitung das „Schutzhaus“ verlassen.

Der Hamburger Senat, das LKA und Hamburger Opferschutzverbände distanzierten sich bereits damals deutlich von Mission Freedom. Zudem teilten sie mit, mit dem Verein nicht zusammenzuarbeiten. Auf seiner Homepage gibt Mission Freedom neben der Evangelischen Allianz Deutschland, dem European Freedom Network und Gemeinsam gegen Menschenhandel auch weiterhin den „Verbund der Diakonie“ als Partnerorganisationen an.

Auf FundiWatch-Anfrage erfuhren wir durch das Landratsamt Oberallgäu, dass sich in den Fall im Haus SeeNest nun auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und ein Vorermittlungsverfahren eingeleitet hat. Das bedeutet, dass aktuell geprüft wird, ob ein Anfangsverdacht zu etwaigen strafbaren Handlungen vorliegt.

Die Regierung von Schwaben, die die Betriebserlaubnis für die Einrichtung erteilte und zugleich die zuständige Heimaufsicht ist, teilte FundiWatch auf Anfrage zu besonderen Vorkommnissen in der Einrichtung mit: Außerhalb der Kontrollen durch die Heimaufsicht sei es „lediglich zu einem Polizeieinsatz wegen eines abgängigen Kindes, welches aber selbst wieder in die Einrichtung zurückkehrte“ gekommen.

Dem BR liegen hierzu offenbar andere Informationen vor: Demnach habe die Polizei bestätigt, in der Einrichtung habe es 29 Einsätze wegen vermisster Kinder gegeben. Ein Mädchen soll sich aus dem obersten Stockwerk mit aneinander geknoteten Bettlaken abgeseilt haben und weggelaufen sein. Immer wieder sollen Hilferufe von Kindern aus dem Haus zu hören gewesen sein.

Auf erneute Rückfrage von FundiWatch teilt die Regierung von Schwaben hierzu mit, angebliche weitere Einsätze wegen vermisster Kinder seien ihr von keiner Seite gemeldet worden. Aktuell werde der Widerruf der Betriebserlaubnis geprüft, da für die Behörde die Zuverlässigkeit des Trägers in Frage stünde.

Gaby Wentland lässt Vorstandstätigkeit bei „Gemeinsam gegen Menschenhandel“ vorläufig ruhen

Laut Bericht des evangelikalen Medienmagazins Idea habe der Netzwerkverein Gemeinsam gegen Menschenhandel (GGMH) – ein Bündnis von fast 40 Organisationen – mitgeteilt, dass Gaby Wentland ihre Vorstandstätigkeit dort bis zur Klärung der aktuellen Vorwürfe ruhen lasse.

Seitens GGMH nehme man die aktuellen Vorwürfe sehr ernst. Im Mittelunkt stünden nun „der Schutz der betroffenen Kinder, die Wahrnehmung ihrer Privatsphäre sowie eine sorgfältige und fachlich verantwortliche Klärung der Vorgänge.

In der Vergangenheit überstand Gaby Wentland Skandale im Wesentlichen unbeschadet und wurde dabei auch von GGMH in Schutz genommen. Der 1. Vorsitzende Frank Heinreich, ehem. MdB (CDU) und bis vor Kurzem auch Vorsitzender der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD), bezeichnete die Vorwürfe gegen Mission Freedom im Rahmen einer umstrittenen Preisverleihung an den Verein durch den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) 2013 als „Verleumdung“. Auch als Gaby Wentland 2020 gemeinsam mit Inka Hammond den US-Präsidenten Donald Trump als von Gott eingesetzt und als Retter der Christenheit und seines Landes preiste, blieb dies sowohl für ihre Rolle bei GGMH als auch ihre damalige Vorstandstätigkeit für die Evangelische Allianz Deutschland (EAD) folgenlos.

Erst vergangene Woche veranstalteten u.a. GGMH und Mission Freedom im Beisein auch mehrerer Politiker*innen zum wiederholten Mal den Freiheit-Kongress im christlichen Kongresszentrum Schönblick in Schwäbisch Gmünd. Darüber berichten wir hier. Idea war Medienpartner und berichtete ausschließlich positiv über den Kongress. Einer Person von FundiWatch, die bereits seit Jahren zu Mission Freedom und dem Haus SeeNest recherchiert und in diesem Zusammenhang auch den Kongress 2024 besuchte, wurde für den diesjährigen Kongress ein Hausverbot erteilt.

Wie unsere Beobachtenden vor Ort berichten, war Gaby Wentland beim Kongressauftakt entgegen der Programmankündigung nicht auf der Bühne, sondern saß im Publikum.

Inga Gerckens, Mitarbeiterin von Mission Freedom und Geschäftsführerin der Himmelsstürmer Deutschland gGmbH, moderierte laut Kongress-Programm ein Filmgespräch zu dem umstrittenen Film „Blinder Fleck“ der Regisseurrin Liz Wieskerstrauch (vgl. unseren Bericht zu dem Film hier). Zu einem weiteren kritischen Bericht der Zeit u.a. zu dem Film – in dem auch vermeintlichen Bezügen zum Haus SeeNest nachgegangen wurde, die letztlich aber nicht aufgeklärt werden konnten – ist aktuell lediglich der Hinweis zu lesen: „Dieser Artikel wurde aus rechtlichen Gründen depubliziert„.

Eisiges Schweigen und „Siegesgewissheit“

Auf FundiWatch-Anfragen zu den Vorfällen reagieren die Himmelsstürmer und Mission Freedom nicht.

Gegenüber dem BR teilt die Himmelsstürmer lediglich mit: „Grundlage unseres Handelns bilden die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen„. Und: „Unsere Leistungserbringung erfolgt unter der Aufsicht der Heimaufsicht und orientiert sich konsequent an den festgelegten fachlichen Prozessen.

Auf dem Freiheit-Kongress waren die Vorfälle im Haus SeeNest öffentlich kein Thema. Stattdessen zeigt sich Gaby Wentland auf ihren Social Media-Beiträgen von der Kritik unbeeindruckt: Auf einem gemeinsamen Foto vom Kongress zeigt sie sich freudestrahlend mit dem Team der Schweizer Organisation Heartwings. Untertitel: „Mit wundervollen Freunden ist alles leichter„.

Ein aktuelles Predigt-Video von Wentland trägt den Titel „Widerstände überwinden“. Dort zeigt sich Wentland – ohne die aktuellen Vorgänge zu erwähnen – weiterhin kampfbereit und siegessicher:

„Deswegen laufe mit dem Geist Gottes, auch wenn es schwierig ist, wird er dich siegreich führen. Das heißt, du wirst überwinden. Du wirst dich freuen. Du wirst wissen, dass da eine Belohnung ist, du wirst wissen, dass da ein Sinn hinter ist und du wirst wissen, dass das, was Gott dir versprochen hat, sich alles erfüllt.“

Quelle: Facebook, Gaby Wentland

Möge die Freude doch hoffentlich eines Tages bei den Kindern wieder einkehren, die wohl Schlimmes im Haus SeeNest erleben mussten und von einen Tag auf den anderen nun auseinandergerissen auf verschiedene Pflegefamilien verteilt werden mussten…

Schuld sind die anderen – und der Teufel..?

Heute äußerte sich Mission Freedom nun doch noch gegenüber Idea.

Und kritisiert die Behörden, da die Inobhutnahme ohne behördliche Vorankündigung erfolgt sind. Das Jugendamt Oberallgäu begründet dies damit, dass eine dringende Gefährdung der Kinder nicht habe ausgeschlossen werden können. In solchen Fällen stünde der Schutz der Kinder uneingeschränkt im Vordergrund.

Kritisiert werden von Mission Freedom auch die ehemaligen Mitarbeitenden, die die Vorfälle den Behörden meldeten. Denn diese hätten sich direkt an die Aufsichtsbehörde gewendet, ohne zuvor das Gespräch mit der Einrichtungsleitung zu suchen (gegen die wie berichtet nun eine gerichtlich vorläufig bestätigtes Tätigkeitsverbot verhängt wurde). Dass die direkte Konfrontation der Leitungsebene offensichtlich erfolglos geblieben wäre, zeigen die mittlerweile zahlreichen Vorfälle um Mission Freedom und dessen Umgang mit Kritik wohl deutlich.

Ebenso deutlich ist übrigens, dass dieses Agieren von Mission Freedom unmittelbar mit dessen spezifischer Glaubensausrichtung, insbesondere dem besonders ausgeprägten Glauben an das Wirken übernatürlicher, auch dämonischer Mächte, verbunden ist.

So resümmierte Gaby Wentland bereits nach Bekanntwerden einer sich nach Ermittlungen des LKA als falsch herausgestellten Lebensgeschichte einer vermeintlich minderjährig missbrauchten Frau (die Mission Freedom zuvor offensiv u.a. auf einer DVD und dem Evangelischen Kirchentag „vermarktet“ hatte):

Und sie haben mir dann Dinge untergeschoben, die alle nicht stimmen, das musst du dann auch ertragen und dann musst du lächeln. (…) Und dann haben wir rückblickend gesehen: Immer wenn die Zeitungen was Böses über mich schrieben, dann waren die Spenden doppelt hoch (…). Weil die Christen verstanden haben: Hier ist ein geistlicher Kampf. Hier ist der Satan dabei, wieder zurückzuholen, was ihm gehört. Und ich hatte versucht, so viel Land zu bekommen wie nur möglich.

Quelle: Vortrag von Gaby Wentland vom 09.09.2018 „Abend der Ermutigung“ in Schaffhausen (Youtube)

Ein Appell an die professionelle Soziale Arbeit

Der Fall zeigt besonders deutlich, wie wichtig es ist, die Einhaltung berufsethischer Grundsätze professioneller Sozialer Arbeit auch bei religiösen Trägern und auch in Zeiten klammer Haushaltskassen sicherzustellen. Diese Forderung hat nun auch der Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) in einer Pressemitteilung zu dem Fall noch einmal deutlich unterstrichen.

Und das gilt übrigens nicht nur für den Kinder- und Jugendbereich. Mission Freedom und weitere Organisationen aus dem Netzwerk GGMH betreuen auch zahlreiche erwachsene Personen. Eine staatliche Aufsicht für diese Einrichtungen gibt es hingegen nicht.

Wir bleiben weiter an dem Fall dran.

Kongress der Unfreiheit (Teil 1)

Bereits zum dritten Mal fand vom 26.4. bis 29.4.2026 der sog. Freiheit-Kongress im christlichen Gästezentrum Schönblick statt.

Beten, Reinsteigern und Kampagne
In Gottes Namen

Bereits zum dritten Mal fand vom 26.4. bis 29.4.2026 der sog. Freiheit-Kongress im christlichen Gästezentrum Schönblick statt.

In einer Beitragsreihe berichten wir über den Kongress christlich-fundamentalistisch und ultra-konservativ ausgerichteter Organisationen – bei dem bemerkenswerte Bündnisse geschmiedet werden.

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Der Freiheit-Kongress in Schwäbisch-Gmünd

Bei dem Kongress handelt es sich um eine groß angelegte Netzwerkveranstaltung christlich-fundamentalistisch, ultra-konservativ und esoterisch-traumatologisch ausgerichteter Organisationen. Bemerkenswert ist, wie bei den Themen Sexarbeit, Pornografie, Rituelle Gewalt Bündnisse zwischen Kräften möglich werden, die bei anderen Themen rundheraus unmöglich sind.

Dieses Jahr nahmen rund 400 Menschen am Freiheit-Kongress teil. Unsere Beobachtenden vor Ort erlebten ein Wechselbad aus Gefühlen, Furor und … Entschlossenheit. Kritische Medienvertreter*innen vor Ort fehlten, dafür war der freikirchliche Sender ERF und das evangelikale Medium IDEA Partner*innen der Veranstaltung.

Zur Erinnerung: Der Tagungsort Schönblick machte bereits im Mai 2025 als Tagungsort des Anti-Abtreibungs-Kongress Leben.Würde unter der Schirmherrschaft von Jana Hochhalter (aka Jana Highholder) und Bischof Stefan Oster von sich reden. Regelmäßig finden dort Veranstaltungen aus dem charismatischen und evangelikalen Spektrum statt. Mehr dazu in Teil 2 (folgt bald!) dieser Reihe.

Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung“ tauschte sich vier Tage lang ein erstaunlich heterogenes Potpourri aus Prediger*innen, Beter*innen und „Expert*innen“ zu Themen wie „Prostitution“, Ritueller Gewalt und Pornografie aus. Aufwallende Emotionen gehören dazu, begleitet von geistlicher Musik, Predigten, Vorträgen und Paneldiskussionen.

Beachtlich: die teilweise hochaufgeladene Stimmung schreckt Politiker*innen nicht von der Teilnahme ab – wie bereits beim vorherigen Kongress 2024 (Teil 3 – folgt bald!) suchten einige auch 2026 wieder die Nähe hochreligiöser Netzwerke, die bei ihren Rettungsversuchen auch vor dubiosen und teilweise obskuren Methoden nicht zurückschrecken.

„Wer veranstaltet diesen Kongress?“[i]

Quelle: www.freiheit-kongress.de

Auf der orange (steht weltweit für Engagement gegen Gewalt an Frauen) gehaltenen Homepage wird informiert, dass der Freiheit-Kongress von einer „Veranstalter- und Kooperationsgemeinschaft“ ausgerichtet wird. 40 NGO’s seien daran beteiligt, davon werden prominent mit Logo gelistet:

  • Evangelische Allianz Deutschland (EAD)
  • Gemeinsam Gegen Menschenhandel (GGMH)
  • Aktion Hoffnungsland (AH), Träger des Hoffnungshaus in Stuttgart
  • return, einer selbsternannten Fachstelle zu „Mensch sein in digitalen Zeiten“
  • christliches Gästezentrum Schönblick
  • Mission Freedom (MF)

Besonders der letztgenannte Verein, Mission Freedom, machte am Freitag vor Beginn des Kongress – mal wieder – Schlagzeilen, als Medienberichte erschienen, denen zufolge sechs Kinder aus der vom Verein[1] betriebenen Einrichtung „Haus SeeNest“ in Schwaben durch das Jugendamt Oberallgäu in Obhut genommen worden waren. Gegen die pädagogische Leitung des SeeNest wurde eine „Tätigkeitsuntersagung erlassen“, wie die Allgäuer Zeitung bereits am 24.4.2026 und nun auch die Süddeutsche Zeitung berichten.

Doch auf dem Freiheit-Kongress spielt dieser Vorfall keine Rolle. Genau genommen spielt nichts eine Rolle, was die zunehmend fanatisch vorgetragene Einigkeit stören könnte. Soweit uns berichtet wurde, erwähnte niemand öffentlich die Inobhutnahme der Kinder. Vielleicht ist jenen, die sich auf der „richtigen Seite“ in einer höchst emotionalisierten Debatte wähnen, Transparenz und Widerspruch einfach fremd?

Sind sie vielleicht gewohnt, dass es sich am „Lagerfeuer der Anständigen“ warm und trocken sitzt und kritische Fragen anderen gestellt werden?

Quelle: „Warum sie uns hassen – Sexarbeitsfeindlichkeit“ von Ruby Rebelde (2025)

Auf dem Freiheit-Kongress geht es nicht um ein vollständiges Bild der komplexen Themen Sexarbeit & Menschenhandel, auch nicht um differenzierte Analyse und schon gar nicht um durchdachte Lösungsvorschläge. Das Event steht für (schein-)heilige Selbstbespiegelung, emotionale Radikalisierung und scharfe Kritik an Andersdenkenden.

Tag 1 – Aufwärmen & Seriosität mimen

Vier Tage Gebet, Seminare, Reden und Musik liegen am Sonntag in Schwäbisch-Gmünd vor den Teilnehmenden.

Um 14:30 Uhr startet der Einlass. Nach überschwänglichen Grußworten – der Bürgermeister von Schwäbisch-Gmünd ist Schönblick-Fan, allem Anschein nach auch von den tollen (Anti-Abtreibungs-, Anti-Sexwork,- Anti-Vielfalts-) Events dort – startet der Kongress mit einem Vortrag von Dr. Jakob Drobnik.

Quelle: https://freiheit-kongress.de/programm

Dr. Drobnik (oder „Jay“, Instagram), tritt im geschniegelten Chic der neuen Rechten auf, Einstecktuch im Anzugjacket, Krawatte, akkurat frisiert.


Einschub: Wer sich wundert, wieso ich in diesem Artikel gleich zwei Mal über Kleidungsstile (von Huschke Mau und Jakob Drobnik) spreche: Mit einem bestimmten Auftreten und Aussehen verbinden sich auch Aspekte, wie Habitus, Milieu und Zielgruppe. Bei den entsprechenden Einordnungen in diesem Text geht es also nicht um Abwertung oder persönlichen Diss, sondern eher um die Frage der Anschlussfähigkeit und Akzeptanz für die spezielle Zielgruppe auf dem Schönblick. Einschub Ende


Der 40-jährige arbeitete unter der Professorin Elke Mack an deren Lehrstuhl für Christliche Sozialwissenschaft und Sozialethik an der Uni Erfurt und seit einigen Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Posen. Er promovierte zu Fundamentaltheologie.

Drobnik ist auch im Vorstand vom pseudowissenschaftlichen Institut DIAKA (Deutsches Institut für Angewandte Kriminalitätsanalyse), unter deren Dach seit Jahren Stimmung gegen das aktuell in Deutschland gültige Prostituiertenschutzgesetz und für die Einführung der Kriminalisierung der Nachfrage nach schwedischem Vorbild erzeugt wird. Pseudowissenschaftlich, denn der Begriff „Institut“ ist in Deutschland nicht geschützt und somit kein Qualitätssiegel. Wir von FundiWatch könnten ein „Institut für Angewandte Fundianalyse“ gründen. Der Begriff Institut an sich trifft keine Aussage, über das, was sich dahinter verbirgt.

Das DIAKA beauftragte die bereits erwähnte Professorin Mack und Ullrich Rommelfanger mit dem Buch „Sexkauf“, an dem auch Drobnik mitschrieb – sonst finden sich auf der DIAKA-Homepage eher skandalisierende und empörte Blogartikel.  

Doch Drobniks Name ist noch mit einem anderen Vorfall verbunden: Er verfasste einen Text über die Kriminalisierung der Nachfrage, den er im Juni 2025 auf einem Termin, der wie eine offizielle Pressekonferenz inszeniert war, feierlich-zeremoniell der zuständigen Ministerin Karin Prien überreichte. Dies geschah -zufällig?- an dem Tag, als die von der Ampelregierung beauftragte wissenschaftliche Evaluation des Prostituiertenschutzgesetz veröffentlicht wurde. Ministerin Prien nahm im Grunde also eine alternative Arbeit, statt des immerhin durch die Vorgängerregierung beauftragten Evaluationsbericht des Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) entgegen. Jeder Person steht frei, sich ihren Teil zu diesem Verhalten des BMBFSFJ denken.

Drobniks akademische Tätigkeit an sowohl juristischen als auch theologischen Fakultäten macht ihn zu einem perfekten Scharnier innerhalb der Anti-Sexarbeits-Bewegung. Dort sammeln sich, bildlich gesprochen: am Lagerfeuer der Anständigen, konservative, ultra-religiöse und frauen – RECHTS – bewegte Strömungen.

Auch die extreme Rechte beansprucht zunehmend, in dieser Debatte mitzusprechen. Vor Kurzem luden eine AfD- und eine FPÖ-Abgeordnete zu dem Event „Käufliche Liebe ins Rechte Licht (sic) gerückt“ ins Europäische Parlament. Der lagerübergreifende Tenor lautet: Strengere Gesetze zu Sexarbeit, Selbstbestimmung und Leihmutterschaft müssen her. Ihre Strategie: Moralpaniken angesichts einer, ihrem Empfinden nach, verheerenden Ist-Situation zu schüren.

In solchen Moralpaniken erfolgen stigmatisierende und diskriminierende Zuschreibungen, oft adressiert an ohnehin marginalisierte Menschen: Gender-Wahn als Bedrohung für die weiße, bürgerliche christliche Frau, die Beschwörung eines gefährlichen „Stadtbilds“, der Fingerzeig auf Migrant*innen und nicht-weiße Täterkreise. Emotionale, hochpersönliche Reizthemen, wie Leihmutterschaft, Sexarbeit und Pornografie eignen sich dabei besonders, um sich als moralisch erhaben, rechtschaffen und selbstverharmlosend zu inszenieren.

Ein weiterer Stargast des diesjährigen Freiheit-Kongress ist Huschke Mau. Ihr Bild prangt auf SharePics und Homepage des Events. Sie ist sowas wie eine Säulenheilige der Gruppe von Überlebenden des Menschenhandels zur sexuellen Ausbeutung. Mau teilt gern und happig gegen Sexarbeitende aus.

Nicht ihre persönliche Meinung zur Prostitutionspolitik ist das Problem, sondern ihr Anspruch, sie allein und ihre Gefolgsleute kannten die einzige „Wahrheit“, die sie aus ihren eigenen Erlebnissen verbindlich für alle anderen ableitet. Wie viele in dieser „prostitutionskritischen“ Strömung teilt sie auch „genderkritische“ Einstellungen. Weil sich anekdotische Evidenz so schwer belegen lässt, sind in Maus Buch „Entmenschlicht“ auch keine kontextualisierenden Fußnoten enthalten, und das – trotz oder wegen? – ihrer teils steilen Thesen.

Feminist*innen unter sich?

Mau’s Bild prangt auf SharePics und Homepage des Events – teils auch direkt neben Gaby Wentland, der Vorsitzenden von Mission Freedom, für die Homosexualität für Gott ein „Greuel“ ist und Abtreibung eine „Blutschuld“.

Mau wird auf dem Schönblick im Gespräch mit Personen von Samaritans Purse beobachtet. Samaritans Purse ist in Deutschland besser als die „barmherzigen Samariter“ oder durch ihre (oft kritisierte) Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ bekannt. Hinter ihrer sorgfältig kuratierten Fassade aus Nächstenliebe verbirgt sich eine (weitere) umstrittene Freikirche.

Samaritans Purse wird vom umstrittenen Franklin Graham geleitet, der in der Kritik für islam- und queerfeindliche Äußerungen steht. Graham brachte erst kürzlich erneut seine unbedingte Unterstützung für Trump zum Ausdruck. Das geschah, als dieser es sich gerade mit Teilen der Maga-Bewegung durch das KI-Bildchen, das ihn als heilenden Jesus-Arzt zeigte, verscherzt hatte.

Mau wird von Beobachtenden auf dem Kongress im Gespräch mit Markus Habicht, und einer weiteren Person im T-Shirt der Samariter-Kampagne „Männer gegen Menschenhandel“ gesehen. Ganz klar, hier unterhalten sich Feminist*innen unter sich…

Samaritans Purse und deren Projekt Alabaster Jar kooperieren eng mit der Anlaufstelle Neustart e.V. aus Berlin (ebenfalls Mitgliedsorganisationen von Gemeinsam gegen Menschenhandel).

Mau ist Gründerin des Netzwerks Ella. Sie und andere aus dieser Gruppe trifft man seit über zehn Jahren immer dort, wo sich Stimmung gegen Sexarbeit machen lässt. Nun, so hört man, hat Mau ein neues Buch geplant, die nächste sexarbeitsfeindliche Welle muss schließlich geritten werden.

Menschenhandel = „Prostitution“

Die absolute Gleichsetzung von brutaler Gewalt und konsensueller Intimität zwischen erwachsenen Menschen gegen Vergütung ist das Muster. Und das durchzieht Titel, Selbstverständnis sowie Merch auf dem Freiheit-Kongress.

Und das nicht nur auf dem Schönblick, nicht nur an diesen vier Tagen: Überall allem prangt das Wort Menschenhandel. Doch die Aktionen und Events dieser Vereine und Organisationen richten sich in erster Linie gegen Sexarbeitende und marginalisierte Menschen. Die Akteure des Freiheit-Kongress protestieren in der Regel nicht auf Demos gegen Migrationsunrecht, gegen Abschiebungen oder den Rechtsruck. Sie treffen sich lieber in einem evangelikalen Tagungshaus bei Gebet und geistlicher Musik. Eine Beobachterin des Events sagt dazu:

„Während des gesamten Kongresses wurde kein Wort über Alternativen zur Sexarbeit verloren. Flucht wurde ebenso wenig thematisiert, wie wirtschaftlicher Zwang. All diejenigen, die es wagen eine andere Position einzunehmen, als das „Nordische Modell“ zu fordern, werden pauschal als Lobbyistinnen oder Profiteurinnen dargestellt. Gegenstimmen sind auf dem Kongress nicht zu hören, offensichtlich ist eine echte Debatte nicht erwünscht.“

Beobachterin, anonymisiert


Einbindung von Politik ins Fundi-Happening

Der Freiheit-Kongress ist trotz alledem kein Gottesdienst. Es geht hier nicht ausschließlich um Religion, sondern darum, politisch wirksam zu werden. Das wird besonders deutlich am ersten Tag des Events.

„Jay“ Drobnik ist vieles, aber ein spannender Redner ist er wohl nicht. Wer nach seiner Keynote nicht eingeschlafen ist, erlebt im Anschluss eine Podiumsdiskussion, die keine Zweifel offenlässt, dass hier kein harmloses Glaubens-Retreat stattfindet.

Huschke Mau moderiert eine Podiumsdiskussion, an der neben Keynotespeaker Drobnik auch Politiker*innen aus CDU, LINKEN, SPD und Grünen teilnehmen.

Wer nun sagt, „ach, das ist ja nur die Landespolitik“, hat die Rolle von Baden-Württemberg innerhalb der Anti-Sexarbeits-Bewegung, aber auch mit Blick auf das rasche Vordringen erzkonservativer christlicher Kräfte nicht verstanden.

Huschke Mau auf dem Schönblick sieht nicht aus, wie die Huschke Mau, die ich von Bildern von vergangenen Events mit ihr kenne. Dort war ihr Markenzeichen eine Bluse im Leomuster, sehr rote Lippen – ich habe mich schon oft über ihre Anspielungen an jene Äußerlichkeiten, die Sexarbeitenden zugeschrieben werden, geärgert. Ist ihr Schönblick-Outfit – hochgeschlossen, in blickdichter Strumpfhose und Blümchenrock ein Zugeständnis an den evangelikalen Vibe des Kongress?

Quelle: https://www.idea.de/artikel/politiker-und-mediziner-fordern-nordisches-modell-in-deutschland

Mau befragt die Politik-Runde zum „blinden Fleck“ ihrer jeweiligen Parteien.

Auch eine Vertreterin der LINKEN hat auf dem Podium Platz genommen. Führt man sich vor Augen, an welchem Ort getagt wird und mit was für christlich-fundamentalistischen Vereinen und Organisationen der Freiheit-Kongress aufwartet, entspricht das wohl eher nicht einem emanzipatorischen Selbstverständnis.

Uta Beyer ist eine der Sprecherinnen der BAG Lisa, die schon öfter eine problematische Nähe zum Kreis um Katharina Sass und Liane Bissinger bewiesen hat. Diese lose Gruppe „borgt“ sich das Logo der Partei und nennt sich „Linke für eine Welt ohne Prostitution“. Ansonsten ist Uta Beyer eher ein unbeschriebenes politisches Blatt.

Christian „christ.gehring“ Gehring ist schon eine wirkmächtigere Figur (sorry, Uta): Er war in der letzten Legislatur kirchenpolitischer Sprecher der CDU in Baden-Württemberg. Als Kriminalkomissar a.D. ist sein Profil gefragt in der Anti-Sexarbeits-Bewegung, die gern mit einer starken Betonung der Ordnungspolitik und der Exekutive aufwartet (so auch beim bereits erwähnten Institut DIAKA). Strafrechtsfeminist*innen lieben scheinbar markige Cops, und lauschen dann andächtig deren Copaganda-Anekdoten, ohne kritische Nachfragen.

Gehrings CDU Baden-Württemberg lud 2025 die Evangelische Allianz Stuttgart (Gemeinsam für Stuttgart) in den Landtag ein. Bei dieser Gelegenheit entstand ein Bild, das sich auf dem Instagram-Auftritt des evangelikalen Vereins Kainos (ebenfalls Mitgliedsorganisation von Gemeinsam gegen Menschenhandel) finden lässt. Gehring hält ein Exemplar des Buches seines schwedischen Kollegen Simon Häggström in die Kamera.

Gehring steht stellvertretend für einen Kurs, der Politik und Gesellschaft stärker an sehr konservativen Glaubensvorstellungen ausrichten will. 2025 kandidierte er für die Evangelische Landessynode und galt zunächst als nicht gewählt. Angetreten war er für die konservative Lebendige Gemeinde (ChristusBewegung). Später wurde das Ergebnis korrigiert und Gehring zog doch noch in die Synode ein. Mit verheerenden Folgen: Auf diese Weise zog die Lebendige Gemeinte mit der Stimmanzahl der Offenen Kirche gleich. Die Lebendige Gemeinde lehnt zum Beispiel die rechtliche und liturgische Gleichstellung von queeren Paaren ab.

An diesem Beispiel wird klar, dass es solchen Kräften nie „nur“ um Sexarbeit und Menschenhandel geht. Auf Treffen wie dem Freiheit-Kongress verbinden sich ultra-konservative Überzeugungen mit dem politischen Kalkül, Einfluss in allen gesellschaftlichen Sphären zu gewinnen (wie beim Seven Mountains Mandat).

Auch die GRÜNE Ursula Mayr hat auf dem Podium Platz genommen. Sie ist Ortschaftsrätin von Hohenwettersbach bei Karlsruhe. Mayr ist Psychologische Psychotherapeutin mit Sitz in Karlsruhe-Durlach. Damit sitzen, zusammen mit der SPD-Frau Brigitte Schmidt-Hagenmeyer, zwei mit Trauma-Therapie befasste Personen auf diesem Podium. Auch das ist, mit Blick auf die Anti-Sexarbeits-Bewegung nicht überraschend. Über die Vereinnahmung von Leid und Trauma sollten all jene nachdenken, denen die Themen Sexarbeit und Menschenhandel als sehr nischig oder identitätspolitisch erscheinen. Denn in der Viktimisierung und Pathologisierung Andersdenkender liegt eine autoritäre Versuchung, die auch bei anderen Themen verfangen kann.

Wie die LINKE Uta Beyer, ist Ursula Mayr ein prägnantes Beispiel dafür, wie die Slogans der Anti-Sexarbeits-Bewegung in bestimmten Schichten besondere Resonanz auslösen. Politiker*innen wittern hier eine Gelegenheit, sich selbst als entschlossen und auf der richtigen Seite positioniert ins Gespräch zu bringen. Vielleicht ist das der Grund, aus dem sich Mayr und Beyer auf den Fundi-Kongress verirrt haben?

Dass Events wie diese aber keine Bühne nur für die zweite, dritte und vierte Reihe in der Politik sind, damit beschäftigt sich der dritte Teil dieser Reihe, der auf den Kongress 2024 zurückblickt. Mayr jedenfalls fiel bislang weder durch Wortmeldungen noch politische Initiativen zum Thema auf.

Quelle: Archiv RR

Das ist bei Brigitte Schmidt-Hagenmeyer (BSH) anders. Auch sie ist, wie Drobnik, im Vorstand von DIAKA. Exemplarisch können wir an einer Figur, wie BSH typische Verflechtungen in unterschiedliche Themenfelder ablesen.

Jemand wie BSH erfüllt oft mehr als eine Funktion in den Allianzen und versucht in unterschiedliche Netzwerke zu wirken. Die Fäden ihrer Aktivitäten führen in die SPD Baden-Württemberg, in lokale Kampagnen wie den Appell „Karlsruhe gegen Sexkauf“, zum „Trauma & Prostitution“-Netzwerk um Dr. Ingeborg Kraus, in die Deutsche Gesellschaft für Trauma und Dissoziation (DGTD) aber auch zu Kommentierungen des Evaluationsberichts zum Prostituiertenschutzgesetz oder zu einer Handreichung, die Medienschaffende bei einer diskriminierungssensibleren Berichterstattung über Sexarbeit unterstützen will. Letztere war in den letzten Wochen bereits mehrfach durch den Kakao rechter Medien gezogen worden.

Vor Kurzem trat BSH bei einer Online-Veranstaltung der Linken für eine Welt ohne Prostitution auf, zusammen mit Liane Bissinger (LINKE Oberland): Genussvoll wurden dort emotionalisierende Schilderungen körperlicher und psychischer Verletzungen von Opfern des Menschenhandels ausgebreitet, einhellig und ohne Gegenstimme.  

Die Botschaft: Prostitution ist Gewalt. Verbote, so finden diese Menschen, die sich in allen Parteien finden, sind ganz gewiss die Lösung für soziale Ungerechtigkeit, Patriarchat und sexualisierte Gewalt. Darin ist man sich einig und entledigt sich somit seiner Verantwortung für konkrete Antworten auf strukturelle Gewalt, Ausschluss und nachhaltige Veränderung. Noch ein bisschen Musik, Gebet und Geld – und die nächste sexarbeitsfeindliche Kampagne rollt durch’s Land.

Auf diesem Podium schließt sich ein Kreis. Events, wie der Freiheit-Kongress sind per se nicht (ergebnis-) offen. Deep, deep into the rabbithole kreisen die Gedanken in den Köpfen der Verantwortlichen in einer Dauerschleife.

Um gewünschte und geforderte Unterstützung, Rechte und verbesserte Lebensbedingungen für Sexarbeiter*innen in Anerkennung ihrer Selbstbestimmung geht es auf dem Freiheit-Kongress offensichtlich nicht.

Freiheit im Denken ist auf dem Freiheit-Kongress: unerwünscht.

In den kommenden Tagen führen wir diese Reihe zum Freiheit-Kongress fort:

Teil 2: „Heftig zu erleben, was in so Fundikreisen abgeht, wenn die schon tagelang aufgewärmt sind und sich gut gegenseitig reinsteigern“

Teil 3: Rückblick auf 2024 und weitere Hintergründe


[1] Etwas kaschiert durch den Umweg über die 100% Tochter „Himmelsstürmer gGmbH“ von Mission Freedom, die als Betreiber des Haus SeeNest in Erscheinung tritt.


[i] https://freiheit-kongress.de/ (abgerufen am 28.4.2026)

Christlicher Fundamentalismus & Soziale Arbeit

Handreichung über Vorgehensweisen, Strategien und Netzwerke christlich-fundamentalistischer Akteurskonstellationen in der Sozialen Arbeit

An dieser Stelle veröffentlichen wir unsere Handreichung zur Sensibilisierung gegenüber christlich-fundamentalistischen Aktivitäten in der Sozialen Arbeit. In der durch die Freie und Hansestadt Hamburg geförderten Broschüre werden Vorgehensweisen, Strategien und Netzwerke des christlichen Fundamentalismus in Deutschland analysiert.

Die Broschüre umfasst die folgenden Abschnitte:

  • Begriffsdefinition Christlicher Fundamentalismus
  • Spannungsfelder mit der professionellen Sozialen Arbeit
  • Vorgehensweisen christlich-fundamentalistischer Akteurskonstellationen
  • Beispiele christlich-fundamentalistischer Projekte
  • Recherchetipps für die Praxis

Im Anhang werden zudem Anlauf- und Beratungsstellen sowie Hilfsangebote aufgeführt. Die Broschüre kann hier frei heruntergeladen werden.

Hier kann die zur Veröffentlichung der Broschüre am 22.07.2025 herausgegebene Pressemitteilung aberufen werden.

Weiterlesen:

Das heterogene Spektrum des christlichen Fundamentalismus umfasst ein weitverzweigtes Netz unterschiedlicher Gemeinschaften, Gemeinden und Gruppierungen bis hin zu NGOs mit dezidiert christlicher Ausrichtung. Gleichwohl ist die Problematik des christlichen Fundamentalismus in der Radikalisierungs- und Extremismusforschung sowie in der zivilgesellschaftlichen und medialen Debatte bislang unterrepräsentiert.

Zeitgleich dringen christlich-fundamentalistische Akteurskonstellationen mehr und mehr (auch) auf Gebiete der Sozialen Arbeit und in Wohlfahrtsverbände vor. Dabei entsteht ein Spannungsfeld zwischen religiöser Zielsetzung und den Bedürfnissen von Klient*innen. Zunehmend verwischt die Grenze zwischen ergebnisoffener, klient*innenzentrierter Sozialer Arbeit und Mission, Glaube und „Rettung“. In einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft entstehen dadurch Konflikte über Fragen reproduktiver, sexueller und geschlechtlicher Selbstbestimmung, Gleichberechtigung, Gleichwertigkeit und Minderheitenschutz.

Vor diesem Hintergrund zeigt die vorliegende Broschüre anhand mehrerer Beispiele – vorwiegend, aber nicht nur aus dem Raum Hamburg und Schleswig-Holstein – typische Strategien christlich-fundamentalistischer Gruppierungen auf. Sie benennt Handlungsfelder, Binnenthemen und Vorgehensweisen.

Auch wenn die Beispiele regional gewählt wurden, müssen sie im Kontext globaler christlich-fundamentalistischer Aktivitäten verstanden werden, deren regionale Ableger im diskursiven Austausch mit den übrigen Akteur*innen stehen und die, etwa durch Missionsprojekte, auch einen personellen Austausch organisieren.

Die Broschüre ist ein Appell für mehr Sensibilität und einen bewussteren Umgang mit christlich-fundamentalistischen Akteurskonstellationen.

Wir hoffen, mit dieser Broschüre eine Ressource für politische, zivilgesellschaftliche und behördliche Verantwortliche und Interessierte vorzulegen sowie einen – in unseren Augen überfälligen – Debattenbeitrag in der Auseinandersetzung mit erstarkendem christlichen Fundamentalismus.

In Kürze werden wir hier auch noch einen Termin zur Online-Vorstellung der Broschüre mitteilen. Weitere Infos folgen!

Gerne stellen wir unsere Rechercheergebnisse auch im Rahmen individueller Vorträge, Workshops o.ä. vor. Basierend auf unseren eigenen Rechercheerfahrungen geben wir dabei gerne auch Recherchetipps für die Praxis, die das Erkennen problematischer christlich-fundamentalistischer Ausrichtungen von Akteur*innen erleichtern sollen. Anfragen hierzu sowie Konditionen im Einzelfall können ebenfalls an vorgenannte E-Mailadresse gerichtet werden.

Christliche Fundamentalist*innen in der Sozialen Arbeit

Recherche zum Verein Mission Freedom e.V., dessen Gesellschaft Himmelsstürmer Deutschland gGmbH und deren Einrichtung „SeeNest“ für sexuell missbrauchte Minderjährige 

An dieser Stelle veröffentlichen wir eine von mir bereits vor dem Start von FundiWatch verfasste Recherche zur christlich-fundamentalistischen und missionarischen Ausrichtung des Vereins Mission Freedom e.V. Denn leider ist das Thema immer noch sehr aktuell, der Verein immer noch aktiv.

Und außerdem hat die Recherche auch einiges mit dem Entstehen von FundiWatch – und meinem persönlichen Weg dorthin – zu tun…


Mehr zum Thema „Christlichem Fundamentalismus & Soziale Arbeit“ auch in unserer von der Freien und Hansestadt Hamburg geförderten Broschüre hier.


Zu aktuellen Inobhutnahmen aller Kinder aus dem „Haus SeeNest“ vgl. unseren Bericht vom 26.04.2026 hier!


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Die Recherche zu Mission Freedom habe ich bereits 2023 verfasst. Damals hätte ich mir nie vorstellen können, was das alles auslösen würde. Wie viele neue wunderbare und engagierte Menschen ich darüber kennen lernen würde, dass ich darüber auf die christlich-fundamentalistische Glaubenskonferenz „UNUM24“ in der Münchener Olympiahalle aufmerksam werden würde (Mission Freedom hatte dort einen Stand), dass ich daraufhin mit einigen Mitstreiter*innen das Protestbündnis #NoUNUM24 initiieren würde. Und dass einige von diesen neu kennengelernten Menschen nun Ende vergangenen Jahres mit mir gemeinsam FundiWatch starten werden…

Als ich von all dem noch nichts ahnte, erfuhr ich im Sommer 2023 von Diskussionen in der Profession der Sozialen Arbeit. Diese befassten sich mit der Frage, wie sich die Soziale Arbeit zu religiösen und spirituellen Bedürfnissen ihrer Klient*innen verhalten und damit umgehen sollte. Dabei ging es auch darum, ob bzw. wie Religion bzw. der „christliche Glaube“ für Klient*innen – gerade solche, die aus religiösen Kontexten stammen – als hilfreiche Ressource genutzt werden könne.

Ich war skeptisch. Natürlich mag Religion und Spiritualität für manche Menschen eine wichtige Ressource darstellen. Für andere aber auch nicht. Und vor allem: Leider werden insbesondere Lebenskrisen nicht selten ausgenutzt, um Menschen eigene religiöse Vorstellungen (teils sehr subtil) aufzudrängen.

Ich halte es nach wie vor für wichtig, dass professionell Sozialarbeitende religiöse Hintergründe ihrer Klient*innen verstehen und nachvollziehen ggf. auch vermitteln können. Bereits die vom DBSH veröffentlichte Berufsethik würde jedoch einer Vermischung von Missionierung und Sozialer Arbeit ebenso entgegenstehen, wie die Anwendung unwissenschaftlicher Methoden, wie beispielsweise die Vermittlung eines Glaubens an „Dämonen“, Befreiungsgebete, Wunderheilungen etc.

Was steckte also dahinter? Von wem ging diese Diskussion aus? Sollte es etwa doch um Missionierung gehen?

Also stieg ich in die Thematik ein und schaute mich um, welche Gruppen diese Diskussion (jedenfalls teilweise) mit angestoßen hatten. Schnell stieß ich auf diverse Organisationen, die sich als Hilfen zum „Ausstieg aus der Prostitution“ (die Selbstbezeichnung „Sexarbeit“ wird von diesen explizit abgelehnt) für eine „Welt ohne Prostitution“ engagieren. An ersterem fand ich zunächst nichts Verwerfliches: Wer nicht (mehr) in der Sexarbeit tätig sein möchte, sollte Unterstützung finden.

Skeptisch wurde ich, als ich feststellte, dass viele dieser Organisationen sich für ihr Engagement explizit auf ihren christlichen Glauben berufen. Und dieser offenbar in ihrer Arbeit eine zentrale Rolle spielt, auch wenn dies auf deren Internetseiten teils nicht auf den ersten Blick erkennbar war.

Viele dieser Organisationen sind in dem nahezu ausschließlich christlich-evangelikal ausgerichteten Netzwerkverein „Gemeinsam gegen Menschenhandel e.V.“ (GGMH) verbunden. Darunter auch der Verein „Mission Freedom e.V.“ aus Hamburg, dessen Vorsitzende Gaby Wentland auch im Vorstand von GGMH vertreten ist. Ich wurde hellhörig.

Denn bereits 2013 stand Mission Freedom unter massiver öffentlicher Kritik, u.a. auch wegen öffentlichen Äußerungen von Gaby Wentland (vorehelichen Geschlechtsverkehr bezeichnete sie als „die erste große Sünde vor Gott“, Homosexualität als „Greuelsünde“).

Das Hamburger LKA beurteilte den Verein als „nicht seriös“. Der Hamburger Senat und dortige Opferschutzverbände bewerteten das Konzept von Mission Freedom als nicht den fachlichen Qualitätsanforderungen entsprechend und lehnten jede Zusammenarbeit ab. Kritisch wurde insbesondere die „spezifisch religiöse Ausrichtung im Umgang mit Opfern sexuellen Missbrauchs gesehen („Heilung vom sexuellen Missbrauch“ […])“ gesehen.

Selbst die Diakonie Hamburg, bei der Mission Freedom – bis heute – Mitglied ist, hegte „starke Zweifel“, ob Mission Freedom im geforderten Maß zwischen Sozialarbeit auf der Basis des christlichen Glaubens und dem eigenen Missionierungsauftrag unterscheiden könne.

Und dann fiel mir eine Nachricht auf dem Facebook-Profil der Vorsitzenden von Mission Freedom, Gaby Wentland, auf:

„Im Allgäu hat Gott große Pläne vor 23!“

Bitte was?! Ich schaute weiter und stellte fest, dass Mission Freedom im bayerischen Allgäu eine vollstationäre Schutzeinrichtung für sexuell missbrauchte Minderjährige plante.

Ein Verein, den ein LKA für unseriös hält, von dem sich Opferschutzverbände distanzieren, dessen Vorsitzende mit menschenfeindlichen Äußerungen auffällt und der sexuellen Missbrauch „heilen“ will soll sich um sexuell missbrauchte Minderjährige kümmern?! In der Einrichtung eines solchen Vereins soll das „Kindeswohl“ gewährleistet sein? Denn genau das wäre die gesetzliche Voraussetzung für die Erteilung einer Betriebserlaubnis für so eine Einrichtung (vgl. § 45 SGB VIII).

Ich suchte also nach weiteren, v.a. neueren Erkenntnissen über Mission Freedom. Unter anderem in zahlreichen online abrufbaren Predigten und Vorträgen von Wentland wurde ich fündig – und war alarmiert. Ich trug also alles zusammen und letztlich entstand daraus die nun hier veröffentlichte Recherche. Wir haben diese bewusst auf dem damaligen Stand vom 15.11.2023 mit Aktualisierungen bis zum 15.04.2024 belassen.

Die weiteren Entwicklungen seither daher noch einmal im Folgenden kurz zusammengefasst:

Mit der Recherche wendete ich mich ab Herbst 2023 an diverse weltanschauungsbeauftragte Stellen, Verbände, Behörden, Politiker*innen und Medien. Die Recherche bekam „Beine“ und verbreitete sich erstaunlich schnell.

Das bekam ich auch zu spüren, als ich zu Recherchezwecken im Frühjahr 2024 auf der u.a. von GGMH und Mission Freedom alle zwei Jahre im „Schönblick“ veranstalteten „Konferenz gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung“ teilnahm (ja, genau an dem Ort, an dem derzeit deutsche radikale Abtreibungsgegner*innen ihren Vernetzungskongress abhalten). Gaby Wentland und Inga Gerckens (die heutige Geschäftsführerin der Einrichtung im Allgäu) erkannten mich und stellten mich recht verärgert zur Rede.

Immerhin, rausgeworfen haben sie mich nicht. Ich durfte noch zwei weitere erkenntnisreiche Tage auf der Konferenz mit zahlreichen skurrilen Erlebnissen verbringen. Und an einem Vortrag zum sogenannten BethelSOZO Befreiungsgebet teilnehmen, das laut Beschreibung der internationalen Leiterin Dawna de Silva auch zur „Befreiung“ von Homosexualität eingesetzt werden kann. Ein Bild im Internet zeigt Wentland und Gerckens, wie sie mit weiteren Mitarbeitenden von Mission Freedom ein Seminar von de Silva besuchen…

Die Erlaubnis für die Einrichtung von Mission Freedom, die nun seit Anfang 2024 unter der „Himmelsstürmer Deutschland gGmbH“ das „SeeNest“ betreibt, wurde trotz alledem erteilt. Um die Verbindung zu Mission Freedom zu erkennen, ohne das Handelsregister zu bemühen, muss man schon ganz genau ins Impressum sehen – dort findet man dann den Namen von Inga Gerckens. Und eine Postfachadresse, die auch von Mission Freedom genutzt wird.

Der Bedarf entsprechender Einrichtungen in Deutschland ist grundsätzlich groß. Wenn dann ein Verein daher kommt, der für die Eröffnung keine Fördermittel in Anspruch nimmt und gestützt vom  „Gütesiegel Diakonie“ als christlich auftritt, kommt das nicht ungelegen. Auch ein Jugendamt, dem ich explizit meine Recherche zusendete und Gespräche anbot, ließ sich letztlich nicht davon abbringen, Kinder in der Einrichtung unterzubringen.

Gaby Wentland selbst begrüßte die Unterbringung erster Kinder im „SeeNest“ in einem Video schließlich mit den Worten:

„Das ist so, als wenn Gott mir drei neue Babys geschenkt hat.“

Ein Bericht von Panorama3, eine Anfrage im Bayerischen Landtag, weitere Medienberichte hier und hier (PW) änderten bisher nichts: In der Einrichtung befinden sich weiterhin schwerst traumatisierte Minderjährige in Obhut eines christlich-fundamentalistischen Vereins.

In einem eigenen Artikel in der MIZ kam ich zu dem – leider für mich auch heute noch so gesehenen – bitteren Fazit:

„Das einzige, das zynischer Weise bisher für einen auch öffentlich wahrgenommenen Skandal ‚fehlt‘: Aussagewillige geschädigte Opfer.“

Ich hoffe weiterhin inständig, dass es auch anders geht. Zumal selbst solche Aussagen von Opfern in der Vergangenheit leider immer wieder folgenlos blieben.

Über die Recherche zu Mission Freedom und weiterer sich für ein sog. „Sexkaufverbot“ einsetzender Organisationen habe ich einen mir völlig neuen Einblick in eine auf den ersten Blick seltsam anmutende Allianz christlich-fundamentalistischer, radikal-feministischer und rechter Akteur*innen erhalten.

Maßgeblich dazu beigetragen hat Ruby Rebelde, eine Person, die ich im Zuge meiner Recherchen kennen lernen und mit ihr und weiteren Personen FundiWatch starten durfte. Ruby ist selbst in der Sexarbeit tätig, Autor*in und in der politischen Bildungsarbeit engagiert. Ich habe zuvor – und auch bisher – keine andere Person getroffen, die sich so umfassend und professionell mit den Verbindungen christlich-fundamentalistischer Akteur*innen in Anti-Sexarbeits-Allianzen und deren ideologischen Schnittstellen und Hintergründen befasst hat.

Gerade erst ist Rubys Buch „Warum sie uns hassen“ über Sexarbeitsfeindlichkeit erschienen. Eine absolut empfehlenswerte Lektüre – sei es nun als Alternative oder Ergänzung zu der Recherche zu Mission Freedom…


P.S.: Von Mission Freedom und weiteren nahestehenden Organisationen und Gruppen werden übrigens auch krude Verschwörungserzählungen rund um das Thema „Rituelle Gewalt“ und „Mind Control“ verbreitet (zu Mission Freedom vgl. die Recherche ab Seite 19). So wundert es auch kaum, dass der aktuelle Dokumentarfilm „Blinder Fleck“ von mehreren Mitgliedsorgansiationen von GGMH mit finanziert wurde. Zu der Doku hat Nephthys Morgenstern von FundiWatch gerade einen Gastbeitrag bei belltower.news veröffentlicht, der auch auf die Rollen von Antisemitismus und Verschwörungserzählungen in diesem Zusammenhang eingeht.


Vielen Dank allen Teilnehmenden und unseren Gästen auf dem Podium

Der Linktree von #NoUNUM24

Podiumsgespräch vom 29.11.2024: „Aus #NoUNUM24 wird FundiWatch – Warum es unabhängige Recherchen zu christlichem Fundamentalismus braucht“

Wir freuen uns sehr über das Interesse an unserem gestrigen Podiumsgespräch und die gute Diskussion mit den Teilnehmenden und unseren Podiumsgästen Astrid Herrmann (Religionspädagogin, Coach und Bildungsreferentin; OutInChurch), Thomas Lechner (Münchner Stadtrat der Fraktion DIE.LINKE / die PARTEI), Dr. Jobst Paul (DISS-Institut) und Michael Stritar (Dekanatsjugendpfarrer der EJM). Einen ganz besonderen Dank auch noch einmal an das LeZ München, in dessen Räumen wir uns treffen durften!

Weitere Informationen zu unseren Podiumsgästen findet ihr weiterhin hier.

Zu den bisherigen Recherchen und Aktionen von #NoUNUM24 verweisen wir hier gerne auf den Linktree von #NoUNUM24, wo sich bereits zahlreiche Informationen zu christlich-fundamentalistischen Ideologien finden lassen. Dort finden sich auch weitere Informationen zur UNUM24 und auch zum Verein Mission Freedom e.V. und seiner neuen Einrichtung Himmelsstürmer Deutschland gGmbH (Haus SeeNest) im Allgäu (ein Artikel, auch zu den letzten Presseberichten über die Einrichtung hierzu findet sich in der MIZ 02/2024).

Und schließlich möchten wir auch noch einmal auf die von #NoUNUM24 gestartete Petition „Keine Chance für christlichen Fundamentalismus und Nationalismus!“ hinweisen, die weiterhin gerne unterstützt werden kann!

Immer wieder kam die Frage auf, wie man uns unterstützen kann:

Schaut doch gerne immer regelmäßig auf unserer Homepage vorbei, wir werden diese nun sukzessive weiter ausbauen. Folgt uns auch gerne auf Instagram, Bluesky und (#NoUNUM24) auf Facebook, liked und teilt unsere Posts, denn Aufklärung lebt natürlich von Reichweite… Und ruft unsere Profile auch gerne aktiv auf – für den „klassischen“ Algorithmus sind unsere Themen häufig zu wenig „unterhaltsam“…

Bisher sind wir rein ehrenamtlich ohne finanzielle Unterstützung unterwegs. Wir arbeiten gerade noch daran, auch Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung zu schaffen, denn auch das ist natürlich nötig.

Schließlich hilft es uns natürlich sehr, wenn ihr uns Informationen, Hinweise etc. über problematische Organisationen, Erfahrungsberichte und / oder Vorschläge für Zusammenarbeit, Kooperation, etc. zukommen lasst! Gerne stellen wir auch Kontakt zu spezialisierten Beratungsstellen her. Schreibt uns gern eine Mail unter fundiwatch(at)posteo.de oder nutzt unser Kontaktformular.

Mehr hier in Kürze…

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